Pressefoto Spatenstich

Dem Statistischen Bundesamt zufolge wurden 2016 in Deutschland 277.700 neue Wohnungen gebaut. Das entspricht einem Plus von 12,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Trotzdem hinkt die Zahl der Neubauten dem tatsächlichen Bedarf weit hinterher. Bundesbauministerin Barbara Hendricks beziffert diesen auf 350.000 Wohnungen im Jahr.

 

Auch in Schwabach ist der Wohnungsmarkt angespannt, aber auch hier tut sich was. Am 24. Mai 2017 war Spatenstich in der Konrad-Adenauer-Straße. Hier entsteht nicht nur ein kompletter Neubau mit 16 barrierefrei zugänglichen Wohnungen. Auch das bestehende Gebäude mit den Hausnummern 49 bis 49b wird modernisiert und aufgestockt. Dadurch entstehen weitere acht Wohnungen. Das Besondere an dem Neubauprojekt ist die Kooperation mit einem privaten Investor. Mit Bernd-Dieter Jesinghausen hat sich ein Privatmann gefunden, der das Kapital für den Neubau zur Verfügung stellt und Eigentümer und Vermieter des Hauses wird. Die GEWOBAU Schwabach übernimmt die komplette Baubetreuung und spätere Verwaltung; also alle laufenden Betriebsarbeiten.

Die Zielsetzung: ein friedliches Miteinander im Wohnquartier

„Schwabach ist eine lebenswerte und wachsende Stadt“, so Oberbürgermeister Matthias Thürauf beim Spatenstich. „Die Nachfrage nach modernen und bezahlbaren Wohnungen ist groß, und so sind intelligente Lösungen gefragt. Besonders erfreulich ist das vorbildhafte Engagement der Familie Jesinghausen - das macht hoffentlich Schule.“ Soziales Engagement ist für Bernd-Dieter Jesinghausen nicht neu. Als Gründer der Integrations-Stiftung Schwabach liegt es ihm besonders am Herzen, die Rahmenbedingungen für ein gesundes Miteinander von Schwabachern und ausländischen Mitbürgern zu gestalten. "Ausländer, die zu uns kommen und bei uns bleiben, sollen sich nicht ausgeschlossen fühlen in der Gesellschaft. Ich wünsche mir, dass sich in diesem Quartier eine fröhliche und friedliche Wohngemeinschaft aus verschiedenen Nationalitäten bilden kann und dass dadurch ein kleiner Anschub für weitere innovative Projekte in der Zukunft entsteht." Dank der Expertise der GEWOBAU Schwabach und mit Blick auf die konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadt sei er sicher, dass das Projekt gute Aussichten auf Erfolg habe.

Für GEWOBAU-Geschäftsführer Harald Bergmann ist das Projekt ein neuer Weg. "Wir sind weder Bauherr noch Eigentümer oder Geldgeber. Das Vorgehen ist neu für uns, aber auch extrem attraktiv, weil alle Seiten davon profitieren - der Investor, die Stadt und natürlich die zukünftigen Mieter. Außerdem können wir noch relativ schnell zur Tat schreiten. Ich bedanke mich bei allen, die an der Vorbereitung beteiligt waren, insbesondere dem Architekturbüro Lemke für die intelligente Planung, und wünsche eine unfallfreie und erfolgreiche Bauzeit.“

Barrierefreier Zugang zu den neuen Wohnungen

Das neue Gebäude wird quasi rechtwinklig an den Block mit den ehemaligen Offizierswohnungen der früheren „Housing Area“ der US-Armee angedockt. Insgesamt entstehen hier 16 Zwei- und Dreizimmerwohnungen, die mit einem Aufzug erreichbar sein werden. Da das Haus mit dem bestehenden Gebäude verbunden wird, steht der Aufzug nach dem Umbau auch für die neuen Mieter im obersten Stockwerk zur Verfügung. Alle neuen Wohnungen werden damit barrierefrei zugänglich sein – und allesamt unterliegen sie der einkommensorientierten Förderung. Wenn alles nach Plan verläuft, wird das Richtfest im Herbst stattfinden; der Bezug könnte dann noch in 2018 erfolgen.

Parallel zum Neubau starten voraussichtlich im September der Umbau und die Modernisierung des bestehenden Gebäudes. Das Satteldach wird abgenommen und durch ein drittes Obergeschoss mit einem Flachdach ersetzt. Zusätzlich erhalten die Mieter Balkone und zum Teil sogar Gärten. Diese Maßnahmen werden weitestgehend mit Fördermitteln finanziert, sodass die damit verbundenen Mieterhöhungen abgefedert und die Mieten auch nach der notwendigen Modernisierung immer noch merklich unter dem Mietspiegel liegen werden. Es wird auch nur ein Bruchteil dessen auf die Mieter umgelegt, was rechtlich möglich wäre.

Einen kleinen Wermutstropfen bringt das Neubauprojekt mit sich: Während der Bauzeit muss der bei den Kindern aus dem Quartier beliebte Spielplatz deutlich verkleinert werden. Am Tag vor dem Spatenstich taten die betroffenen Kinder ihren Unmut mit Plakaten vor der GEWOBAU-Geschäftsstelle kund. "Ich kann die Verärgerung sehr gut verstehen", so Bergmann. "Geplant ist, dass der Spielplatz später wieder in die Gesamtanlage integriert wird. Wir werden den Kindern auf jeden Fall als Trostpflaster eine kleine Überraschung machen und bitten derweil um Geduld und Verständnis."

Foto: "Jetzt bauen wir das Ding schnell auf" - so Oberbürgermeister Matthias Thürauf (2. v. r.). Investor Bernd-Dieter Jesinghausen (r.) kam in Begleitung von Ehefrau Erika (4. v. r.) und Tochter Dr. Anja Ellrich (4. v. l.). Gemeinsam mit GEWOBAU-Geschäftsführer Harald Bergmann (5. v. r.) sowie Vertretern der Stadtspitze und den am Bau beteiligten Firmen wurde der symbolische Spatenstich gesetzt.

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Schwabach: Blick nach Süden