alt text fehltBenkendorferstraße 13: Neubaustandard im Haus aus dem Jahre 1475

Viele Gäste, Vertreter der Kommunalpolitik und Nachbarn der Benkendorferstraße besuchten das Einweihungsfest des neu sanierten Denkmals. GEWOBAU-Geschäftsführer Harald Bergmann nahm den Tag zum Anlass, sich bei Architektin Susanne Grad und allen beteiligten Baufirmen, Planern und Partnern zu bedanken.

„1,35 Millionen Euro haben wir in die Sanierung investiert, Zuschüsse kamen aus Städtebaufördermitteln und das Ergebnis kann sich heute mehr als nur sehen lassen“, so Bergmann in seiner Begrüßung.
Die GEWOBAU hatte das Gebäude, das einst eine chemische Reinigung beherbergte, im Jahr 2008 durch eine Zwangsversteigerung erworben, der Boden war dementsprechend belastet. Der wesentliche Teil der Boden-Schadstoffsanierung fand noch unter der Regie der Stadt Schwabach statt. Ab 2008 bis zum Abschluss im Jahr 2012 übernahm die GEWOBAU. Im Februar 2018 begann die GEWOBAU schließlich mit der Gebäudesanierung, die jetzt nach 17 Monaten fertiggestellt werden konnte.
Drei Wohnungen mit jeweils drei Zimmern und Balkon sind entstanden, energetisch und brandschutztechnisch entspricht das Gebäude nun Neubaustandard. „Das war keine leichte Aufgabe!“, sind sich Susanne Grad, Tragwerksplaner Robert Rester und Haustechnikingenieur Michael Fischer-Hoyer einig. Auch Restaurator Holger Wilcke machte sich viele Gedanken zum historischen Bestand. Denn das Haus Benkendorferstraße 13 ist Teil einer mittelalterlichen Reihenhausanlage und zusammen mit den Häusern 9, 11 und 15 in gegenseitigen geschossunabhängigen Überbauungen angelegt. Brandwände wurden eingebaut, der Eingang und das Treppenhaus finden sich heute an anderer Stelle. Auch die marode Substanz und der instabile Dachstuhl haben den Bauleuten alles abverlangt.


Ein Hauch Venedig

Zudem musste der lehmige Untergrund im Gewölbekeller auf Vordermann gebracht werden, damit er für die neuen Brandwände stabil genug wird. Nach venezianischem Vorbild wurden daraufhin 500 Eichenpfähle von 1,60 Metern Länge in den Boden gerammt, die nun ein solides Fundament bilden und Tragfähigkeit garantieren.
Architektin Susanne Grad zog in ihrem Gedicht über den Bauverlauf im letzten Vers ihr Fazit: „Keinen Blick zurück im Zorn, es bassd und es is besser worn!“
Die gleichzeitig mit der Einweihung erschienene Sanierungsbroschüre mit Historischem, Dokumentationen und vielen Bildern kann bei der GEWOBAU angefordert werden.

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