Stadtförster Thomas Knotz zeigt auf ein Spechtloch an einem ca. zehn Meter hohen Ökostumpen im Eichenwald. Die Baumkrone wurde gefällt, der Stamm bleibt als Lebensraum für Tiere im Wald.Trockenheit macht Wald zu schaffen – Zukunftskonzept erarbeitet

Der kleine Eichenwald nahe den Hochhäusern im Eichwasen, der zum Teil von der Stadt Schwabach und der GEWOBAU bewirtschaftet wird, erfährt in den nächsten Wochen Pflegemaßnahmen. Die zurückliegenden trockenen Jahre in Schwabach forderten dem Wald alles ab.

 

„Seit Jahren beobachten wir den Zustand des Eichenwalds genau. Bei der jüngsten Begehung mit dem Umweltamt, der GEWOBAU und der Stadtgärtnerei sind uns mittlerweile dreizehn abgestorbene Bäume aufgefallen. Diese werden wir im Winter aus dem Waldstück entnehmen, aber zum Teil als sogenannte Ökostumpen für tausende Insekten und Lebewesen im Wald belassen“, erklärt Stadtförster Thomas Knotz. Die herunterfallenden, morschen Äste dieser dürren Bäume würden zudem Spaziergänger gefährden. „Hier müssen wir auch zur Verkehrssicherung tätig werden!“, so Knotz. Der Zeitpunkt jetzt im Winter sei ideal, da die Tier- und Pflanzenwelt mit ihren Nist- und Brutzeiten so am wenigsten gestört wird.

Im Waldstück sollen außerdem Lichtinseln geschaffen werden, damit die bestehenden Bäume nicht mehr so stark bedrängt werden und auch die tausenden jungen Bäume am Waldboden besser gedeihen können. Bäume konkurrieren untereinander um Licht, Wasser, Nährstoffe und Raum. Je luftiger es ist, umso leichter können sich die Baumkronen laut dem Stadtförster entfalten.

Junge Eichen stärken

Stadtförster Thomas Knotz mit einer neuen Generation junger Bäume. Im Hintergrund gefällte Baumstämme, die als Totholz am Waldboden Lebensraum für tausende Lebenwesen bieten. Eichhörnchen oder Vögel wie der Eichelhäher tragen Eicheln bis zu zwei Kilometer weit und sorgen damit auf ganz natürliche Weise für eine Vielzahl neuer Jungbäume, die zielgerichtet gefördert werden müssen.

Gemeinsam mit Jessica Bergmann-Lein vom Umweltschutzamt, dem Baumpfleger der GEWOBAU, Herr Löffler, und Thomas Mulzer von der Stadtgärtnerei hat Knotz daher ein Pflegekonzept für den Eichenwald erarbeitet. Über Jahre hinweg soll durch mehrere kleine Durchforstungen ein zukunftsfähiger, stabiler Wald entstehen, in dem die bestehenden Eichen gestärkt werden und eine neue Generation Bäume optimal heranwachsen kann.

„Nicht nur für unsere Mieter im Eichwasen ist das Waldstück traditionell sehr bedeutsam. Deshalb möchten wir die Bevölkerung über die notwendigen Maßnahmen frühzeitig informieren und bei einer Infoveranstaltung für die Eichwasener im Sommer 2020 auch das geplante Pflegekonzept für die nächsten Jahre vorstellen“, unterstreicht Harald Bergmann, Geschäftsführer der GEWOBAU Schwabach.

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