Knapp 150 Wohnungen an Biomasseheizanlage angeschlossen
Durch die Erweiterung der Biomasse-Heizanlage und des Wärmeleitungsnetzes am Hochgericht können nun auch umliegende Gebäude der GEWOBAU mitversorgt und der Wärmebedarf besser gedeckt werden.
Insgesamt sieben Objekte der GEWOBAU in der Wunneleite, in der Freiherr-vom-Stein-Straße und der Hardenbergstraße sind nun mit 142 Wohneinheiten am Wärmeverbund angeschlossen. Die Bauarbeiten dazu begannen im Sommer 2020 – es wurden alte Zentralheizungen in den einzelnen Gebäuden ausgebaut, unterirdisch neue Leitungen zu den Häusern verlegt und ein neuer, effizienter Gasbrennwertkessel im Kesselhaus an der Hardenbergstraße zur Spitzenlastabdeckung installiert. „Im Jahresverlauf können wir den Grundbedarf an Wärme mit nachwachsenden Rohstoffen abdecken und müssen nur die Spitzen mit Erdgas heizen“, erklärt Knut Kosmann, Prokurist bei der GEWOBAU. „Und durch die zusätzliche Anlage ist auch die Ausfallsicherheit besser gewährleistet“, so Kosmann weiter. In zwei großen Wärmespeichern mit 10.000 Litern Heizungswasser kann die Wärme des Hackschnitzelkessels gepuffert werden.
CO2-Einsparung
Die Anlage heizt derzeit mit ca. 200 Tonnen Hackschnitzeln pro Jahr. Dadurch können jährlich ca. 160 Tonnen CO2 eingespart werden.
In den neu angeschlossenen Gebäuden im Verbund konnte auch die Warmwasserbereitung verbessert werden. Neue Frischwasserstationen wurden vor Ort eingebaut, um die Trinkwasserhygiene noch besser gewährleisten zu können.
Im Zuge der Bauarbeiten wurden außerdem die Einspeisepunkte für externe Heizzentralen modernisiert. „Sollte es einmal zu einem größeren Wärmeausfall kommen, wie erst vor einigen Wochen in Nürnberg geschehen, ist ein kurzfristiger Anschluss einer externen Heizanlage an das bestehende Wärmenetz problemlos möglich“, erläutert Oliver Ziegler, von der Firma Team für Technik, die für den Umbau die Planung und Bauleitung übernommen hatten. Die GEWOBAU hat für diese Baumaßnahme rund 600.000 Euro investiert.
Mit einer weiteren Biomasseheizanlage im Eichwasen werden seit dem Jahr 2008 auch 126 Wohnungen nach dem gleichen Muster mit Wärme versorgt.