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Iffland HPLängst ist bekannt, dass das ehemalige „Iffland-Haus“, welches gerne auch als „Alte Farb“ bezeichnet wird, der GEWOBAU der Stadt Schwabach gehört. Da es sich um ein Einzeldenkmal handelt, das zu erhalten gilt, ist im Jahre 2017 zuerst die notwendige genaue Sichtung des Gebäudezustandes erfolgt. Dabei sind umfangreiche Schäden am Dachstuhl und Fehler an der Baukonstruktion festgestellt worden. Schließlich steht das Haus schon seit 1735 an der Fleischbrücke, nachdem es durch die große Wasserflut von 1732 großenteils zerstört worden ist, um in seiner jetzigen Größe neu aufgebaut zu werden. So ist es letztlich Bestandteil des Seifenfabrik-Areals der Familie und ihren Nachfahren von Philippe Benjamin Ribot gewesen.

Deshalb stand für den beauftragten Architekten Helmut Rester in Absprache mit der Unteren Denkmalschutzbehörde als Erstes die Sicherung dieses Einzeldenkmals an. Nur so konnte die Standsicherheit und der Schutz des Baudenkmals bewahrt werden. Zu massiv offenbarten sich die Schäden in der Dachkonstruktion durch undichte Dachdeckung und dadurch eingedrungene Feuchtigkeit. Diese hatte zusätzlich an den tragenden Holzbauteilen des Seitenflügels das Wachsen von Hausschwamm verursacht, wodurch die Standsicherheit der Bauteile eben nicht mehr gewährleistet war. Im Grunde wirkte sich die vorhandene Feuchtigkeit bis auf die tragenden Holzbalken der Decken im Hauptgebäude sowie auf sämtliche tragende Wände aus. Somit bestand letzten Endes Einsturzgefahr. Doch nicht nur damit hatte Helmut Rester zu kämpfen, sondern auch noch mit der südlichen Fassade bzw. der Außenwand des Hauptgebäudes. Denn hier zeigte sich, dass das Walmdach nicht mehr vollständig auf der Außenwand ruhte. Dazu erläutert Helmut Rester: „An der südlichen Fassade des Hauptgebäudes hatte sich die Außenwand durch auf sie einwirkende, ungeregelte Spannung soweit verformt, dass als Folge der Außenputz großflächig abgefallen war.“

Vor diesem Hintergrund wurde hier eine komplette Sanierung aller notwendigen Arbeiten an der Dachkonstruktion und an der Dachdeckung vorgezogen, ehe man sich der weiteren Planung zuwandte. Nur so konnte die Standsicherheit und der Schutz des historischen Gebäudes vor weiteren Schäden erzielt werden. Dass diese Maßnahmen ihre Zeit verlangten, leuchtete nach den ausführlichen Erläuterungen von Helmut Rester ein.

Nach dieser gut 18-monatigen Sicherungsphase, rückte die Planung, deren Genehmigung und die Finanzierung in den Mittelpunkt. GEWOBAU-Geschäftsführer Harald Bergmann erlebte hier keine einfachen Monate. Sie verlangten vom ihm viel Geduld und zahlreiche Gespräche ab . Letztlich bedingten diese Verhandlungen eine „Bau-Pause“. Dazu gehörte ebenso, dass sich die GEWOBAU an dem für öffentliche Aufträge verlangten aufwändigen Vergabeverfahren (VGV) zu beteiligen hatte. Damit soll ein fairer Wettbewerb unter den Anbietern sicher gestellt werden, um das beste und wirtschaftlichste Angebot herauszufiltern, für das sich die Vergabestelle entscheidet. Nachdem nun sämtliche „Finanz- und Verwaltungshürden“ genommen wurden, machte sich der Architekt erst einmal an die nicht einfache Planung von Wohnungen. Parallel dazu entstand die Idee ein Stadthotel zu errichten. Diese Idee wurde von der Stadtspitze und dem Stadtrat sehr gerne aufgenommen, da man sich durchaus ein Innenstadthotel wünschte.

Für den Architekten bedeutete die planungstechnische Umsetzung dieses Wunsch kein größeres Problem, da er sich im Wesentlichen an die alten bestehenden Grundrisse des ehemaligen Mietzinshauses halten konnte. Diese sahen pro Wohneinheit eine Küche und eine bzw. zwei größere Kammern vor. Deshalb war es auch möglich gewesen, dass im gesamten Anwesen bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts 41 Personen als Mieter wohnten, während die Familie Ribot in der Nürnberger Str. 10 ihr Zuhause hatte.

Nachdem diese Umstände den Beginn des vorgesehenen Umbau- bzw. Ausbaus erneut verzögert hatten, konnten alle Gewerke seit letzten Herbst ihre Arbeit für den nun geplanten Umbau aufnehmen.

Eine große Herausforderung sieht Helmut Rester derzeit im Einbau von moderner Haustechnik in dieses Einzeldenkmal, was jedoch für das zukünftige Hotel unabdingbar ist.

„Selbstverständlich setzen wir dabei klimaschonende Heizsysteme ein mit einer Wärmepumpenheizung, die kostengünstig und umweltfreundlich das Hotel beheizen wird“, versichert der Architekt. Unterstützt wird diese Technik in ihrer Effizienz durch weitere energetische Maßnahmen. Insgesamt sei man gut im Zeitplan und hofft natürlich, dass die gegenwärtige Materialverknappung nicht noch mehr zuschlagen werde und ein noch höheres Maß an Kreativität abverlange.

Um Verständnis bei den Anwohnern bitten Bauherr, Architekt und die Handwerkerschaft für die derzeitige Situation in der Nürnberger Straße. Sie verstehen deren aufkommenden Unmut. Aber leider bietet diese Baustelle keine Alternative, da sie sich aufgrund ihrer äußerst eingeschränkten Möglichkeiten zur Lagerung des Bau- und Arbeitsmaterials täglich als große Herausforderung darstellt und es daher auch für die Handwerker oft schwierig wird. Doch Architekt Helmut Rester ist zuversichtlich: „Auch diese Hürden werden wir schaffen!“

Bericht: Ursula Kaiser-Biburger, Stadtheimatpflegerin

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